Endlich ist nun der 31. Juli. Warum endlich? Ich glaube, ich habe in den letzten zwei oder drei Wochen dermaßen viel WISO-Steuer-Werbung gesehen, dass sie einem schon fast zum Hals heraushängt.
Wobei ich das Ganze nicht verstehe. Da ist für mich ein Fehler im System. Wenn ich WISO Steuer nicht benutzen würde, dann würde ich ja verstehen, warum ich permanent diese Werbung sehe.
Aber das ist doch ein vollkommen falsches System. Das System müsste doch erkennen: Der Wetzel nutzt WISO Steuer. Also spiele ich die Werbeanzeige doch den Granaten aus, die WISO Steuer noch nicht nutzen.
Verstehe ich nicht. Komisch irgendwie.
Nun haben wir hier also den Stichtag zur Abgabe der Steuererklärung. Ich finde es schon faszinierend, was mittlerweile alles möglich ist. Im Nachhinein beiße ich mich zusätzlich in den Arsch – wenn ich ihn denn erreichen könnte. Ich habe in der Vergangenheit wahnsinnig viel Geld Steuerberatern hinterhergeschmissen.
Ich möchte behaupten, dass manche Buchungen, die das System in WISO Mein Büro automatisch erledigt, wirklich zu hundert Prozent genauso aussehen würden wie beim Steuerberater. Aber so, wie ich das System inzwischen kennengelernt habe, gibt es auch dort den einen oder anderen Sonderfall. Trotzdem liegt die Wahrscheinlichkeit, dass das Programm korrekt arbeitet, gefühlt bei 99,9 Prozent.
Ich habe also über viele Jahre viel Geld bezahlt. Mehrere Firmen gehabt. Für jede Firma musste eine Einnahmenüberschussrechnung, eine Umsatzsteuererklärung und der ganze Kram erstellt werden. Am Ende kam dann noch die gemeinsame Steuererklärung für die Ehe dazu. Da kam schon ein ordentlicher, teilweise sogar fünfstelliger Betrag zusammen.
Wenn ich mir heute anschaue, was ich mit WISO Mein Büro und WISO Steuer alles machen kann, bin ich einfach fasziniert. Zumal man mittlerweile – ich weiß gar nicht, seit welcher Version – sogar die Einnahmenüberschussrechnung direkt in WISO Steuer erstellen kann. Genial.
Man merkt also schon: Ich liebe das Programm. Umso dämlicher finde ich es, dass mir trotzdem ständig Werbung dafür ausgespielt wird.
Was ich wirklich jedem empfehlen kann, ist diese Steuerbox. Die hat mir dieses Jahr richtig gut gefallen und ich werde sie definitiv beibehalten. Sobald du irgendetwas kaufst, knallst du den Beleg einfach in diese Steuerbox, trägst ein paar Daten ein – Betrag, Art der Ausgabe und fertig.
Das Geniale daran ist, dass man später, wenn man die Steuererklärung erstellt, diese elendige Belegsuche nicht mehr hat.
Ich meine, was muss ich denn überhaupt noch zusammensuchen? Die Daten vom Arbeitgeber sind ohnehin schon in der Steuererklärung hinterlegt. Die kennt das Finanzamt bereits.
Genauso die ganzen Daten der Versicherungen, der Deutschen Rentenversicherung und der Krankenversicherung. Also alles bereits abgefrühstückt.
Dann kommen noch die Werbungskosten. Die lassen sich ebenfalls relativ einfach erfassen. Da ich – wie wahrscheinlich neunzig Prozent aller anderen – viel bei Amazon einkaufe, ist das auch ziemlich unkompliziert. Wenn dann doch mal drei Belege irgendwo verschludert werden – meine Güte.
Da muss ich mir selbst in den Arsch treten. Hätte ich sie direkt in die Steuerbox eingescannt, wären sie automatisch in der Steuererklärung vorhanden. Auch wenn es nur 9,50 Euro sind. Ich finde das System wirklich klasse.
Ich habe einmal einen riesigen Erstattungsbetrag ausgerechnet, den ich angeblich zurückbekommen sollte. Das Finanzamt überwies mir damals allerdings nur ungefähr die Hälfte. Ich war natürlich ziemlich erbost. Wie kann das denn sein?
Also habe ich nachgeschaut und festgestellt: Das Problem saß vor dem PC.
Das Finanzamt hatte völlig recht. Ich habe anschließend noch einmal mit dem Steuer-Chatbot diskutiert, den das Programm mittlerweile integriert hat. Und tatsächlich – ich war auf dem Holzweg. Meine Annahme zum Thema Kindergeld war schlicht falsch.
So viel also zum Finanzdeutsch. Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.
Nachdem ich die Korrektur vorgenommen hatte, kam exakt derselbe Betrag heraus, den auch das Finanzamt berechnet hatte.
Genial.
Am Ende kann man, wenn man alles eingetragen hat, noch entscheiden, ob man Belege mitsenden möchte oder nicht.
Meine Empfehlung wäre, bei außergewöhnlichen Kosten die Belege direkt mitzuschicken. Normale Standardfälle werden heute häufig gar nicht mehr weiter beachtet, denn mittlerweile steckt auch in der Finanzverwaltung eine Menge Logik.
Nicht jede Steuererklärung wird schließlich von Hand geprüft. Vieles übernimmt inzwischen die KI.
Wenn meine Ausgaben logisch erscheinen, ist das für das System nachvollziehbar.
Wenn du als Lehrer zum Beispiel angibst, dass du ein Homeoffice hast, dann ist das doch völlig logisch. Ich habe schließlich keinen festen Arbeitsplatz in der Schule. Schön wäre es.
Ist aber nicht so. Alles wechselt. Nichts ist fest. Es ist eben nicht so, dass man vormittags recht hat und nachmittags frei, wie es so schön heißt. Nein, da kommen noch all die Arbeitsstunden hinzu, die andere gar nicht sehen.
Manchmal sitze ich bis spät in die Nacht am Schreibtisch. Aber erklär das einmal einem Finanzbeamten. Der wird irgendwann vielleicht auch sagen: „Das glaube ich Ihnen nicht.“
Diese Flexibilität der Arbeitszeit muss man dann eben begründen. Und wie erklärst du, dass deine 45-Stunden-Woche auch auf Samstag und Sonntag verteilt ist? Das sind schließlich offiziell keine Arbeitstage.
Das in einer Steuererklärung vernünftig darzustellen, ist schwierig, aber machbar. Mit einer guten Begründung funktioniert das.
Auf jeden Fall kann ich dieses System wirklich empfehlen. Ich denke, dass ich in der Vergangenheit sehr viel Geld hätte sparen können, wenn ich mich intensiver damit beschäftigt hätte.
WISO Mein Büro ist für Kleinunternehmer, Einzelunternehmer und kleinere mittelständische Unternehmen wirklich gut geeignet.
Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich damit mittlerweile auch meine privaten Finanzen verwalte. Das macht vieles deutlich übersichtlicher.
Über WISO Mein Büro muss ich allerdings noch einmal einen eigenen Artikel schreiben.