Fritz Park in Zella-Mehlis: Unser Erlebnis im riesigen Indoorspielplatz

9 Min. Lesezeit
Logo des Indoorspielplatzes Fritz Park in Zella-Mehlis mit Schriftzug und Waldgrafik an einer Glasfront.
Eigenes Foto

Heute haben wir den Fritz Park, den Indoorspielplatz in Zella-Mehlis, ausprobiert. Nachdem wir zunächst die Explorata besucht und dort einige spannende Experimente gemacht hatten, war der Weg zum Indoorspielplatz nicht mehr weit. Damit passte der Besuch wunderbar in unseren Ferientag. Der Indoorspielplatz ist von der Autobahn aus gut zu erreichen. Die regulären Öffnungszeiten liegen normalerweise zwischen 14:00 und 20:00 Uhr und können auf der Webseite eingesehen werden. Sinnvollerweise öffnet der Park während der Ferien bereits um 10:00 Uhr. Das bietet sich natürlich hervorragend für einen Familienausflug an. Man kann bereits am Vormittag gemütlich anreisen, zwischendurch gemeinsam Mittag essen und den Kindern trotzdem noch genügend Zeit zum Spielen geben. Denn eines steht fest: Wer zum ersten Mal im Fritz Park ist, sollte jede Menge Zeit mitbringen.

Highlights für Kids: Ninja-Park und digitale Gaming-Welten

Neben den klassischen Spielmöglichkeiten bietet der Fritz Park eine riesige Ninja-Park-Fläche, auf der sich die Kinder nach Herzenslust austoben können. Hinzu kommt die Valo Arena, die digitales Gaming ganz ohne VR-Brillen ermöglicht. Und das ist ziemlich genial umgesetzt. Die Kinder werden dabei ermutigt, ihren gesamten Körper einzusetzen und sich aktiv zu bewegen. Ein eigens dafür ausgestatteter Raum ermöglicht es ihnen, sich selbst und ihre Mitspieler auf einer großen Projektionsfläche zu sehen und gemeinsam verschiedene Spiele auszuprobieren. Eine wirklich gelungene Idee, die digitale Technik und körperliche Bewegung miteinander verbindet. Beim Valo Jump wiederum wird das klassische Trampolinspringen mit digitaler Technik kombiniert. So wird aus dem gewöhnlichen Springen ein interaktives Spielerlebnis, bei dem die digitalen Möglichkeiten für zusätzliche Herausforderungen und jede Menge Spaß sorgen. Daneben gibt es noch die Pixel Games World. Hier warten interaktive LED-Bodenfelder und Bewegungswände, bei denen Koordination, Schnelligkeit und Reaktionsvermögen gefordert werden. Besonders interessant finde ich, dass viele dieser Spiele im Team absolviert werden können und die Kinder dadurch gemeinsam Aufgaben lösen oder gegeneinander antreten. Ganz zu schweigen von der Lasertag-Arena, den Fun Walls und der großen Trampolinanlage, die das Angebot zusätzlich erweitern. Besonders bemerkenswert finde ich die Idee, richtige Kletterparcours in den Indoorspielplatz zu integrieren. Dabei handelt es sich um riesige Klettertürme, an denen sich die Kinder ausprobieren, ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen und durchaus auch an ihre persönlichen Grenzen gehen können. Einziger Wermutstropfen ist aus meiner Sicht die Alters- beziehungsweise Größenbeschränkung. Zwar wird angegeben, dass Kinder ab fünf Jahren den Kletterparcours benutzen dürfen, allerdings wird zusätzlich geprüft, ob die erforderliche Mindestgröße erreicht wird. Das ist aus Sicherheitsgründen natürlich vollkommen nachvollziehbar. Allerdings sollte dieser Umstand meines Erachtens deutlicher kommuniziert werden, damit es vor Ort nicht zu unnötigen Enttäuschungen kommt. Ansonsten bietet der Fritz Park einen ausgesprochen großzügigen gastronomischen Bereich sowie weitläufige Aufenthaltsflächen für Erwachsene. Und damit wären wir bei einem Punkt, über den ich mir schon bei anderen Indoorspielplätzen Gedanken gemacht habe.

Gastronomie und Aufenthaltsbereiche für Erwachsene

Ehrlicherweise muss ich sagen, dass es für mich immer noch unverständlich ist, warum es selbst bei einem derart neu errichteten Funpark offenbar nicht möglich ist, die Aufenthaltsbereiche für Erwachsene etwas angenehmer zu gestalten. Zwar gibt es im Fritz Park bereits bequemere Loungemöbel und kleinere Beistelltische, an denen man gemütlich sitzen kann. Allerdings ist der Mensch bekanntlich kreativ, sodass manche Möbelstücke kurzerhand zweckentfremdet werden, um auch einmal die Füße hochlegen zu können. Ein richtiger Loungebereich mit bequemen Sitzgelegenheiten und ruhiger Hintergrundmusik würde den Aufenthalt für Erwachsene aus meiner Sicht erheblich aufwerten. Zumal der Fritz Park baulich durchaus die Möglichkeiten bieten würde, einen solchen Bereich etwas stärker vom übrigen Hallengeschehen abzutrennen. Denkbar wären beispielsweise Glaswände, durch die man weiterhin das Treiben beobachten könnte, ohne dem gesamten Geräuschpegel unmittelbar ausgesetzt zu sein. Für mich bleibt es ein großes Fragezeichen, warum solche Konzepte nicht zumindest ansatzweise umgesetzt werden. Schließlich könnte man damit den Schalldruck im Aufenthaltsbereich deutlich reduzieren und den Erwachsenen einen wesentlich angenehmeren Aufenthalt ermöglichen. Natürlich ist mir vollkommen bewusst, dass Kinder laut sind. Und wenn sie gemeinsam spielen, herumtoben und Spaß haben, dann kann es eben auch richtig laut werden. Das ist völlig normal und gehört zu einem solchen Indoorspielplatz einfach dazu. Allerdings muss dieser Geräuschpegel nicht zwangsläufig in gleicher Intensität auch in den Aufenthaltsbereichen für Erwachsene herrschen. Gerade bei Neubauten würde ich mir wünschen, dass man sich über entsprechende Konzepte künftig mehr Gedanken macht. Hier sehe ich jedenfalls noch einiges an Potenzial, um den Fritz Park auch für die begleitenden Erwachsenen attraktiver zu gestalten. Ganz besonders positiv hervorheben möchte ich dagegen die Gastronomie. Gerade wenn man als Erwachsener mehrere Stunden vor Ort verbringt, spielt das gastronomische Angebot natürlich eine nicht unerhebliche Rolle. Wir hatten uns eine Pizza bestellt, und ich muss sagen, dass ich wirklich positiv überrascht war. Geschmacklich erinnerte sie mich durchaus an eine Pizza, wie man sie bei einem guten Italiener bekommt. Das fand ich richtig genial. Ansonsten bietet die Speisekarte eine überschaubare Auswahl an Gerichten, was ich persönlich vollkommen ausreichend finde. Schließlich muss man das gastronomische Angebot nicht unnötig ausufern lassen. Eine kleinere Karte, bei der die angebotenen Speisen ordentlich zubereitet werden, ist mir wesentlich lieber als eine riesige Auswahl. Natürlich könnte man darüber nachdenken, das Angebot alle zwei oder vier Wochen ein wenig zu variieren und einzelne Gerichte auszutauschen. Das wäre sicherlich eine nette Ergänzung, ist aus meiner Sicht aber nicht unbedingt notwendig. Etwas unglücklich finde ich lediglich die Platzierung des Nachzahlautomaten. Dessen Standort ist meines Erachtens nicht optimal gewählt und könnte zudem etwas deutlicher ausgeschildert sein. Das ist allerdings eher eine organisatorische Kleinigkeit, die sich sicherlich problemlos verbessern ließe.

Fazit und Empfehlung für den Familienausflug

Bedingt durch die enorme Größe des Parks gibt es allerdings noch einen kleinen Nachteil, den vermutlich viele Eltern nachvollziehen können: Irgendwann muss man die Kinder wieder einsammeln. Und das gestaltet sich im Fritz Park durchaus schwieriger, als man zunächst vermuten würde. Der Park ist dermaßen groß und insbesondere der Ninja-Park so komplex aufgebaut, dass man als Erwachsener irgendwann vor einer interessanten Entscheidung steht. Entweder stellt man sich an eine möglichst strategisch günstige Stelle und versucht verzweifelt, die Mäuse irgendwie wieder einzufangen, die sich mittlerweile über die gesamte Anlage verstreut haben. Oder man entscheidet sich dafür, seinen eigenen Kadaver höchstpersönlich durch den Ninja-Park zu schleifen, um den Nachwuchs ausfindig zu machen. Beides hat durchaus seinen Reiz. Wobei ich mir ziemlich sicher bin, dass zumindest die Kinder noch genügend Energie hätten, um das Spielchen eine ganze Weile fortzusetzen. Summa summarum muss ich sagen, dass unser Aufenthalt im Fritz Park ausgesprochen angenehm war. Der Park bietet eine enorme Vielfalt an Beschäftigungsmöglichkeiten und ist aus meiner Sicht auch für Schulklassen durchaus empfehlenswert. Selbst für höhere Klassenstufen, sagen wir einmal bis zur siebten oder vielleicht sogar achten Klasse, gibt es hier genügend Möglichkeiten, einen abwechslungsreichen Wandertag zu verbringen. Insbesondere die digitalen Spielangebote finde ich hervorragend, weil sie eine große Bandbreite unterschiedlicher Altersgruppen ansprechen. Die Kombination aus Bewegung, Geschicklichkeit, Wettbewerb und digitaler Technik macht den Park eben nicht nur für kleinere Kinder interessant. Gleichzeitig wurde auch an die Kleinsten gedacht. Im eigenen Kleinkindbereich kommen sie keineswegs zu kurz und können sich an zahlreichen altersgerechten Attraktionen ausprobieren. Für die größeren Kinder wiederum bieten vor allem die Klettertürme und der Ninja-Park genügend Herausforderungen, um sich auszuprobieren, gegeneinander anzutreten oder einfach gemeinsam Spaß zu haben. Genau diese Mischung macht für mich den besonderen Reiz des Fritz Parks aus. Während viele klassische Indoorspielplätze irgendwann eher für jüngere Kinder interessant sind, schafft es der Fritz Park, auch ältere Kinder mit seinen Angeboten zu begeistern. Aus meiner Sicht ist der Besuch deshalb eine klare Empfehlung. Es ist wirklich schön, dass mit dem Fritz Park eine solche Einrichtung eröffnet wurde. Auch logistisch ist die Lage ausgesprochen günstig. Durch die gute Autobahnanbindung ist der Park problemlos zu erreichen und eignet sich damit durchaus auch für Familien, die eine etwas längere Anfahrt in Kauf nehmen. Ein weiterer großer Pluspunkt ist, wie bereits erwähnt, die Gastronomie. Hier stimmt für mich das Gesamtpaket aus Auswahl, Qualität und Aufenthaltsmöglichkeiten. Bis auf den hohen Geräuschpegel, den man allerdings aus nahezu allen Indoorspielplätzen kennt, ist die gesamte Anlage ausgesprochen gelungen. Abschließend möchte ich noch kurz auf die Sanitäranlagen eingehen. Auch hier gibt es aus meiner Sicht keinerlei Abstriche. Die Räumlichkeiten sind modern, hell gestaltet und entsprechen dem Standard, den man von einer neu errichteten Freizeiteinrichtung erwarten darf. Überhaupt gefällt mir die gesamte Gestaltung des Fritz Parks ausgesprochen gut. Besonders auffällig ist die Verwendung von Holz, das sich als gestalterisches Element durch zahlreiche Bereiche der Anlage zieht. Dadurch entsteht trotz der enormen Größe eine erstaunlich gemütliche Atmosphäre. In Kombination mit der gelungenen Beleuchtung wirkt die gesamte Einrichtung modern, freundlich und einladend. Da wir den Fritz Park im Oktober besucht haben, war die Anlage stellenweise auch bereits mit Halloween-Dekoration geschmückt. Das hat dem Ganzen noch einmal eine zusätzliche, durchaus charmante Note verliehen. Mein Fazit: Der Fritz Park in Zella-Mehlis ist eine echte Bereicherung für die Region. Ein moderner, abwechslungsreicher Indoorspielplatz, der nicht nur kleinen Kindern jede Menge Spaß bietet, sondern auch für ältere Kinder und sogar Schulklassen interessant ist. Wer einen Familienausflug plant, sollte sich ruhig mehrere Stunden Zeit nehmen. Es gibt jede Menge zu entdecken, und langweilig wird es den Kindern hier ganz bestimmt nicht.

Häufig gestellte Fragen

Wo liegt der Fritz Park und wie sind die Öffnungszeiten?

Der Indoorspielplatz liegt verkehrsgünstig in Zella-Mehlis nahe der Autobahn. Regulär ist er von 14:00 bis 20:00 Uhr geöffnet, in den Ferienzeiten oft schon ab 10:00 Uhr.

Welche besonderen Attraktionen gibt es für ältere Kinder?

Neben einem klassischen Kleinkindbereich bietet der Park eine riesige Ninja-Park-Fläche, Valo Jump, interaktive Pixel Games sowie anspruchsvolle Klettertürme.

Wie ist die Gastronomie im Fritz Park ausgestattet?

Es gibt einen sehr großen gastronomischen Bereich mit einer überschaubaren Auswahlkarte und besonders schmackhafter Pizza, die geschmacklich an einen Italiener erinnert.

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