Nachdem ich mich nach langem Ringen nun endlich dazu durchgewunden habe, auch den BE-Führerschein zu machen – also gleich den „richtigen“ statt nur den B96, der in den Fahrschulen immer wieder gern diskutiert wird –, stellt sich natürlich auch die Frage: Könnte ich eventuell ein paar Kilogramm bei meinem Wohnwagen draufpacken? Das ist aktuell die Situation:
Bisher ging das ganz gut, weil ich mit meiner kleinen Limousine und meinem 1,3-Tonnen-Hobby-Wohnwagen keine großartigen Probleme hatte. Ich blieb gemäß den Vorschriften genau unter den 3,5 Tonnen und konnte so also Zugfahrzeug und Anhänger ganz normal bewegen.
Das war also überhaupt kein Problem. Aber da mein geliebter Mercedes die Hufe hochgemacht hatte und Öl im Kühlkreislauf war und die Reparaturkosten – auch für die Klimaanlage und was weiß ich nicht alles – dermaßen in die Höhe gegangen wären, habe ich mich entschieden, entsprechend aufzurüsten und ein anderes Auto zu holen. Es sollte endlich ein Traum erfüllt werden: ein Bus. Aber – und jetzt kommt es:
Der Bus alleine hat ja schon eine Gesamtmasse von 2.830 kg. Zusammen mit den 1,3 Tonnen vom Wohnwagen würde ich über die Grenze des normalen B-Führerscheins kommen. Was habe ich also gemacht?
Also stand die Frage im Raum: B96 oder BE-Führerschein? Ich habe mich entschieden, direkt den BE zu machen, nachdem ich mit den Fahrschulen diskutiert habe. Das Paradoxe an der Situation ist ja, dass man beim B96 keine Prüfung macht, aber viele Theoriestunden hat, und beim BE-Führerschein keine Theoriestunden, aber eine Prüfung. Na ja, sei es drum – das wäre sicherlich an anderer Stelle noch einmal diskussionswürdig. Mir geht es hier um etwas anderes.
Was mache ich jetzt mit dem Wohnwagen? Der Wohnwagen selbst ist über 30 Jahre alt, mit 1,3 Tonnen zugelassen und damit immer wieder knapp an der Grenze. Aber immerhin vollkommen Top in Schuss.
Nachdem ich mir die Achse angeschaut hatte, waren 1,5 Tonnen möglich. 1.350 kg stehen drauf, mögliche Gesamtmasse 1.500 kg. Also technisch würde die Achse das schon einmal aushalten.
Warum möchte ich das überhaupt machen? Der Grund ist relativ einfach: Wenn ich den Wohnwagen etwas besser beladen kann – sprich mit Bettwäsche, dem ganzen Bettzeug für sechs Leute wohlgemerkt und dem einen oder anderen technischen Extra, wie einem Mover –, dann brauche ich mir um diese zusätzlichen 50 kg keine Gedanken machen. Denn am Ende des Tages handelt es sich eher um gefühlte 100 bis 150 kg, die ich gerne mehr im Wohnwagen unterbringen würde.
Um mehr geht es gar nicht. Denn am Ende des Tages soll es ja noch Camping sein und kein Umzug! Eine Doppelachse mit voller Ausstattung brauche ich nicht. Wir haben nur das Notwendigste drin, aber das Baby hat eben seine 6,5 Meter, hat sechs Betten und eine relativ schmale Küche. Aber unter dem Strich kommt eben doch einiges zusammen.
Und wenn man dann noch ein Vorzelt mit in den Anhänger legt, dann kommt da schon Gewicht zusammen. Ich möchte es einfach so machen, dass ich den Wohnwagen gut auslaste, dass er sein entsprechendes Gewicht hat. Und was ich gerne machen möchte, ist, ein kleines Extra anzubauen – nämlich einen Mover. Und mit dem Mover zusammen würde ich locker über die 1.300 kg kommen. Und das ist dann schon ein bisschen grenzwertig.
Alles andere wäre aus meiner Sicht einfach zu viel. Man fährt schließlich Camping und nicht in den Umzug – auch wenn es in den Sommerurlaub geht.
Das Tolle ist nun, dass diese Frage nicht nur von mir gestellt wird, sondern von Tausenden anderen Leuten, die mit dem Wohnwagen unterwegs sind und sich fragen: Kann man den Wohnwagen eigentlich auflasten? Denn genau so heißt das ja, wenn man ihn mit höherem Gewicht fahren möchte.
Dazu muss die Achse passen, dazu muss die Auflaufbremse passen, das gesamte Gestell und die Karosserie des Wohnwagens müssen dazu passen. Ansonsten geht das Ganze nach hinten los. Sicherheit hat oberste Priorität.
Wie wird das nun geprüft?
Hobby hat die ganzen Wohnwagen, die sie hergestellt haben, irgendwo im System – hoffentlich auch meinen über 30 Jahre alten. Zumindest gibt es die Website her.
Nach kurzem Googeln nach „Hobby Wohnwagen Auflastung Service“ landet man direkt auf einer Seite, auf der man nur seine Daten eingeben muss, unter anderem auch die Fahrgestellnummer. Man kann dann seinen Wunsch in einem kleinen Textfeld formulieren und das Ganze an Hobby nach Fockbek schicken.
Und nun heißt es warten. Ich bin gespannt, wie die Rückmeldung ausfällt. Irgendwie werde ich mich schon arrangieren. Im Zweifelsfall gibt es eben keinen Mover. Schön wäre es natürlich, aber warten wir es einfach ab.
Auf jeden Fall ist allein das Vorgehen – einfach auf die Website zu gehen und die Daten einzugeben – wirklich stark. Das nenne ich mal Kundenservice. Genau deswegen freue ich mich, dass ich meinen Hobby-Wohnwagen habe. Schön, dass es so etwas in der heutigen Zeit noch gibt.


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