Das Samsung Galaxy S25 Ultra habe ich mir im November 2025 geleistet. Die spannende Frage ist nun mit etwas Abstand: Hat sich dieses Handy überhaupt gelohnt? Um ein wenig zu spoilern – ich denke schon. Natürlich kommt es darauf an, was man mit dem Gerät tatsächlich macht.
Bei mir dient es in erster Linie als mobiles Büro. Ich arbeite gern digital, gleichzeitig sehe ich aber auch einige Schwächen dieser digitalen Arbeitsweise. Eine davon ist der Hang, plötzlich alles auf diesem kleinen Gerät erledigen zu wollen.
Das ergibt oft überhaupt keinen Sinn. Ich habe mich zum Beispiel schon dabei erwischt, wie ich versucht habe, eine längere Ausarbeitung direkt auf dem Handy zu erstellen – nur damit ich den kleinen Stift auch benutze, den das Gerät mitbringt. Das ist natürlich wenig sinnvoll.
Ausarbeitungen in einer bestimmten Größenordnung oder Qualität lassen sich zwar grundsätzlich auch auf so einem Mini-Bildschirm erstellen, aber es wird schnell umständlich. Warum sollte man seinen gesamten Schreibtisch auf ein Display von ein paar Zoll reduzieren? Für mich ist das einer der größten Denkfehler der Digitalisierung.
Aber das ist eigentlich ein anderes Thema.
In Verbindung mit bestimmten Cloud-Diensten ist das Arbeiten mit dem Handy allerdings eine wirklich praktische Sache. Die Reaktionsgeschwindigkeit des Geräts ist hoch, alles läuft sehr flüssig. Besonders viel Spaß macht mir dabei das Thema Transkription.
So gesehen hat das S25 meinen Workflow beim Schreiben tatsächlich verändert. Früher war es so: Wenn ich unterwegs war – gerade bei uns auf dem Land, wo Funklöcher noch zum Alltag gehören –, habe ich Ideen, Tagebucheinträge oder Briefe einfach als Sprachnachricht diktiert.
Diese Dateien musste ich dann später über Google Drive hochladen, anschließend in Word transkribieren lassen und danach noch einmal überarbeiten.
Beim S25 ist diese Funktion nun direkt integriert. Ich kann einfach eine Sprachaufnahme machen, sie direkt auf dem Gerät transkribieren lassen und habe sofort einen Rohtext, mit dem ich weiterarbeiten kann.
Das vereinfacht meinen Workflow erheblich.
So gesehen hat das S25 Ultra mir bereits einige gute Dienste geleistet.
Die Möglichkeit, über KI-Funktionen Bilder zu bearbeiten oder Dinge aus Fotos zu entfernen, ist zwar ganz witzig, spielt in meinem Alltag aber eher eine untergeordnete Rolle. Für mich ist das Gerät in erster Linie ein mobiles Büro.
Ich habe EduPage darauf installiert, kann damit in der Schule arbeiten und nutze verschiedene Office-Apps, die schnell reagieren und flüssig laufen – vorausgesetzt natürlich, es gibt auch Empfang. Das ist in Deutschland ja nicht immer selbstverständlich.
Auch Videobearbeitung und Videoaufnahme sind mit dem Gerät möglich. Allerdings habe ich diesen Creator-Bereich bisher noch nicht wirklich genutzt. Das ist ein Feld, das ich mir irgendwann noch genauer anschauen möchte.
Die Leistungsfähigkeit des Geräts ist in dieser Hinsicht jedenfalls beeindruckend.
Dennoch bleibt für mich eine grundsätzliche Frage: Lohnt es sich wirklich, so viele Aufgaben auf einem kleinen Gerät zu erledigen – oder ist es nicht sinnvoller, bestimmte Arbeiten weiterhin am großen Schreibtisch zu machen?
Ich tendiere inzwischen eher zu letzterem.
Damit steht auch die Frage im Raum, ob ein Gerät wie das S25 Ultra technisch nicht eigentlich mehr Möglichkeiten bietet, als man im Alltag wirklich nutzt.
Nach dem Motto „Haben ist besser als brauchen“ ist es natürlich trotzdem interessant, diese Technik zur Verfügung zu haben. Ob ich sie jemals vollständig ausreize, steht allerdings auf einem anderen Blatt.
Interessant ist außerdem, dass die KI-Funktionen – die laut Samsung teilweise lokal auf dem Gerät laufen – durchaus energiehungrig sein können. Der Akku leert sich dabei spürbar schneller.
Im normalen Alltag reicht die Akkulaufzeit aber problemlos aus. Einmal über Nacht laden, und das Gerät hält den nächsten Tag durch.
Spiele spiele ich auf dem Handy übrigens gar nicht. Ganz einfach deshalb, weil mir dafür die Zeit fehlt. Sollte ich irgendwann doch einmal dazu kommen, bin ich mir sicher, dass das Gerät auch damit problemlos klarkommen würde – schließlich handelt es sich um ein echtes High-End-Gerät.
Kann man sich darauf etwas einbilden? Keine Ahnung.
Ist das Handy zu empfehlen? Ja, definitiv – vorausgesetzt, die Brieftasche spielt mit.