Hörbücher aus der Provence sind für mich untrennbar mit der Stimme von Oliver Siebeck verbunden. Besonders in der Reihe um Roger Blanc entfaltet sich für mich ein ganz eigenes Hörkino.

Ich möchte Oliver Siebeck in diesen Büchern gar nicht messen oder vergleichen. Für mich gehört er – neben David Nathan, Gerd Heidenreich und einigen anderen – zu den besten Hörbuchsprechern, Synchronsprechern und Erzählern im deutschsprachigen Raum.

Ich gebe zu, dass ich tatsächlich schon öfter erlebt habe – und zwar gar nicht so selten –, dass ich selbst Texte schreibe und dabei in meinem Kopf die Stimme von Oliver Siebeck höre. Sie spricht mir gewissermaßen die Geschichte vor. Ich entdecke meine eigenen Geschichten dann ähnlich, wie es Stephen King einmal beschrieben hat: als würde mir jemand diese Geschichte erzählen. In meinem Fall ist es dann eben Oliver Siebeck.

Das ist eine ziemlich spannende Erfahrung. Natürlich wäre es ein absoluter Traum, wenn irgendwann einmal ein Roman von mir – vielleicht eine Geschichte, die an der Côte d’Azur spielt – von Oliver Siebeck eingesprochen würde. Das wäre tatsächlich sensationell. Aber träumen darf man ja.

Für mich ist das Duo Cay Rademacher und Oliver Siebeck einfach großartig. Diese unglaubliche Modulation in seiner Stimme, dieses Kernige, dieses Markante – das ist beeindruckend.

Wie Oliver Siebeck es beispielsweise in der Reihe um Roger Blanc schafft, Figuren wie Marius, Fabienne oder Roger Blanc selbst mit jeweils einer unverkennbaren Stimme zu versehen, ist einfach fantastisch. Man erkennt sofort, wer spricht. Das ist großes Hörkino.

Oft habe ich mich beim Hören tatsächlich selbst in der Provence wiedergefunden. Ich liebe Hörbücher, und ich liebe es, wenn Oliver Siebeck Texte einliest.

Gerade im Winter, wenn es draußen kalt ist, wenn der Wind einem um die Nase peitscht und der Regen nasskalt auf der Haut liegt, wenn man sich am liebsten nur noch vor den Kamin verkriechen möchte – dann denke ich oft: Die Stimme von Oliver Siebeck bringt mir ein Stück Côte d’Azur zurück, ein Stück Provence.

Natürlich spricht Oliver Siebeck auch viele andere Texte. Besonders dankbar bin ich ihm zum Beispiel für seine Lesungen der Star-Wars-Romane. Genau das macht für mich einen großen Hörbuchsprecher aus: diese Bandbreite.

Er schafft es, durch seine Stimme die Côte d’Azur nach Hause zu holen – und gleichzeitig das gesamte Star-Wars-Universum in seiner gewaltigen Weite lebendig werden zu lassen. Chapeau, Herr Siebeck, für diese Leistung.

Ähnlich wie bei David Nathan ertappe ich mich inzwischen sogar dabei, gezielt weniger nach Autoren zu suchen als nach Sprechern. Wenn ein neues Hörbuch erscheint, schaue ich oft zuerst, wer es gelesen hat.

Mehr als einmal bin ich dabei einfach der Spur von Oliver Siebeck gefolgt und habe mich durch seine Hörbücher gehört. Selbst wenn mich ein Titel oder der Klappentext zunächst nicht vollständig überzeugt hat – wenn Oliver Siebeck das Hörbuch gesprochen hat, habe ich es trotzdem gekauft.

Und ganz ehrlich: Bisher bin ich damit nie schlecht gefahren.

Für mich steht der Name Oliver Siebeck inzwischen für ein gewisses Qualitätsmerkmal.

Natürlich weiß ich, dass das eigentlich kein logischer Schluss ist. Ein Buch kann inhaltlich auch schwächer sein und trotzdem von Oliver Siebeck großartig gelesen werden. Mit hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit gibt er immer alles, und das Hörbuch klingt trotzdem hervorragend – selbst wenn der Inhalt vielleicht einmal dünner sein sollte.

Aber bislang ist mir das noch nicht passiert.

Deshalb an dieser Stelle einfach einmal: Vielen Dank, Herr Siebeck, für Ihre fantastische Arbeit.

Und vielleicht – wer weiß – gelingt es mir ja tatsächlich eines Tages. Vielleicht steht in ein paar Jahren einmal ein Roman von mir im Regal, und vielleicht wird daraus sogar ein Hörbuch.

Und wenn dieses Hörbuch dann von Ihnen gesprochen würde, Herr Siebeck, wäre das für mich als Autor vermutlich eines der größten Komplimente überhaupt.

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