Entspannung in der Luft: Ein virtueller Flug entlang der Côte d’Azur

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Entspannung in der Luft: Ein virtueller Flug entlang der Côte d’Azur
Eigenes Foto

Suchen wir doch einfach mal Entspannung im Simulator. Das dachte ich mir heute morgen. Einfach mal wieder zurück an die Côte d’Azur, zurück an mein geliebtes Frankreich. Also ran, eine kleine Maschine genommen, etwas Futuristisches im Flugsimulator, und in Toulon gestartet.

Erinnerungen aus der Vogelperspektive

Dann vorbei an meinem Lieblingscampingplatz in der Nähe vom Flughafen – der wird leider etwas komisch gerendert. Da stehen jede Menge Häuser auf dem Platz, was ja gar nicht stimmt. Die Mobile Homes dort sind logischerweise kleiner als normale Einfamilienhäuser, soviel zum Rendern der Wirklichkeit von Google Maps hin zur Realität. Aber egal, vom Flieger aus ist das alles etwas kleiner. Campingwagen, Caravans oder irgendwas anderes sieht man auf dem Teil logischerweise nicht, weil das ganze Ding nicht richtig dargestellt wird. Das markante Dreieck des Campingplatzes Port Pothuau ist aber gut zu sehen und lässt Erinnerungen wach werden. Automatisch stellt sich das Gehirn auf Urlaubszeit ein.

Dann geht es weiter die Küste entlang. Irgendwann überfliegt man Saint-Tropez und da ist schon Sainte-Maxime, wunderbar. Die Strände an der Küste – sofort kommen die Erinnerungen: An welchem Strand hat man schon gelegen, wo war man schon mal? Und eigentlich ist es eine spannende Tatsache, dass Sainte-Maxime in der Bucht direkt gegenüber von Saint-Tropez liegt. Etwas, was mir so noch gar nicht richtig bewusst war und vom Flieger aus noch mal ganz anders aussieht.

Dann weiter Richtung Fréjus, unser letzter Urlaub. Da die Küste, Plage du Débarquement, wo die Alliierten gelandet sind: ein Steinstrand mit unglaublich klarem Wasser und dieser kleinen Insel, auf der jede Menge Halligalli stattgefunden hat. Die hat ein Arzt gekauft und sie ist immer noch in Familienbesitz. Betreten darf man sie nicht, aber sinnvollerweise wird sie im Simulator ordentlich gerendert und man kann sie richtig schön vom Flieger aus sehen. Ein Schmunzeln überkommt mich und ich fliege weiter.

Landeanflug und die Herausforderung des Realismus

Mein Ziel ist Cannes Mandelieu. Da fährt man ja an der Autobahn direkt dran vorbei und kann die Flieger stehen sehen. Der erste Landeanflug ging daneben: 35 ist freigegeben, auf 17 bin ich rein. Was mache ich denn da für einen Blödsinn? Also durchstarten. Ein Flieger war dort nicht zu sehen, scheinbar ist meine Injektions-App für zusätzlichen Traffic nicht richtig konfiguriert. So richtig funktioniert das noch nicht, schade. Egal, so haben wir zumindest niemanden gefährdet. Na ja, ist ja nur eine Simulation, wobei wir es ja realitätsnah wollen. Also noch mal über 35 raus aufs Meer, eine Runde drehen und zurück. Dann endlich die Geschwindigkeit richtig eingestellt, Klappen gesetzt, und butterweich setzen wir auf.

Dann kam die Überlegung: Nutze ich die Gunst der Stunde, nehme einen A320neo von FlyByWire und fliege von Cannes Richtung Hamburg? Dann die Einschränkung: Cannes Mandelieu ist wahrlich nicht für einen solchen Flieger ausgelegt. 2 km Piste bräuchte ich, in Cannes habe ich wohl nur 1,5 km. Das ist ein bisschen knapp, und ins Meer fallen wollen wir ja nicht. Im Simulator könnte man das irgendwie hintunen, aber wir wollen ja realistisch fliegen, dafür habe ich den Simulator schließlich. Man fliegt ja nicht, um irgendwelche sinnlosen Späße zu machen. Es gibt zwar Leute, die so fliegen, aber dafür ist das Teil nicht gemacht, bzw. dafür fliege ich nicht. Ich möchte halbwegs realistisch unterwegs sein.

Über den Wolken und technische Ausblicke

Also tun wir mal so, als ob wir ins Taxi steigen und von Cannes Mandelieu Richtung Cannes fahren. Dort setzen wir uns dann in unseren Dienstflieger und fliegen von Nizza Richtung Hamburg. Schauen wir mal. Wenn ich jetzt aus dem Fenster aufs Wetter schaue, sehe ich die eine oder andere tiefere Wolke und einen ziemlichen Wind. Das dürfte ein spannender Ritt werden. Für einen Amateurpiloten, der gerade nicht mal mehr weiß, wie man die Technik im A320neo bedient – hatte ich mich nicht erst kürzlich reingearbeitet? Aber nein, die Zeit gibt es momentan nicht her, dass ich mich wieder in die Technik vom 320 einarbeite. Das Hobby Fliegen kann ich momentan nicht intensiv ausleben, aber auch diese Zeit kommt wieder. Ich trauere dem nicht hinterher, es ist momentan eben so. Und so nutze ich die wenigen Momente, die ich habe, um einfach mal die Zeit zu genießen.

45 Minuten dauerte der Flug entlang der Côte d’Azur von Toulon nach Cannes. Das war schön, ein kleiner Ritt im Urlaub, zur Entspannung. Dass ich damit nicht alleine bin, sehe ich manchmal bei YouTube, wenn der eine oder andere in den Shorts zeigt, was er unter Entspannung versteht. Eine schöne Sache, einfach mal die Seele baumeln lassen, über den Wolken dahin gleiten, rechts und links schauen, wie sich die Wolken auftürmen – fantastisch. Da sehnt man sich doch nach einer RTX 5090, nicht wahr? Aber das wird noch dauern. Vorher gibt es viele andere Investitionen, bevor ich mir sowas leisten kann. Meine aktuelle Konfiguration reicht erstmal aus, um überhaupt VR fliegen zu können, und die Meta Quest 3 liefert ihren Dienst. Das ist schon herrlich, VR über den Wolken, einfach genial.

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