Wenn der digitale Hintern der KI dir gehört: Eine PWA-Fehlersuche

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Wenn der digitale Hintern der KI dir gehört: Eine PWA-Fehlersuche

Da bist du am Programmieren, Machen und am Tun und irgendwie am Verzweifeln. Auf dem lokalen Server hat meine PWA sensationell gut funktioniert. Da gab es überhaupt keine Probleme. Die spannende Frage war ja dann nur gewesen, warum es in der Live-Session nicht ging.

Lokaler Erfolg und Live-Verzweiflung

Ich betreibe ja mittlerweile vier Projekte. Eins ist ein offizielles Projekt, was laufen soll, und die anderen drei Projekte laufen irgendwie so nebenbei und sind mehr oder minder richtige Hobbyprojekte. Aber egal. Jedenfalls war die spannende Frage gewesen, warum denn die PWA auf dem lokalen Server einwandfrei lief, auf dem einen Live-Server auch ohne Probleme, aber auf der Hauptdomain, auf die es eigentlich auch ankommt und für die die PWA entwickelt wird, gibt es massive Probleme. Ich konnte mich nicht mehr anmelden. Jedes Mal gab der Server zurück: „Ich kenne dich nicht und ich will nicht mit dir reden.“

Der euphorische „digitale Hintern“ der KI

Ich bin dann mit der KI alle möglichen Punkte durchgegangen, woran das liegen könnte. Jedes Mal war die KI äußerst euphorisch und hatte den Fehler sofort gefunden und war sich extrem sicher, woran es liegt: „Das liegt natürlich daran, dass dein Server keine Anfragen verarbeiten kann.“ Dann sagte ich, das ist doch aber irgendwie komisch. Es ging doch die ganze Zeit. Wir haben doch nur den Umfang der PWA immer weiter ausgebaut. Warum sollte das jetzt auf einmal nicht mehr gehen? Das macht doch überhaupt keinen Sinn.

Tja, woran lag das also? Da hat man dann aber wieder gemerkt, dass irgendwo von einer künstlichen Intelligenz – und unterstreichen wir mal das Wort Intelligenz an dieser Stelle – nicht gesprochen werden kann. Denn die würde dann einfach mal sagen: „Du, pass mal auf, wir gehen das ganze Thema jetzt einfach mal systematisch durch. Wir analysieren einfach mal Schritt für Schritt, was jetzt da der Unterschied ist.“ Wenn alle Varianten beim gleichen Anbieter liegen und alle Varianten auf die gleichen Dateien zugreifen, müssen ja alle eigentlich – es ist immerhin noch eine Maschine und ein Computerprogramm – alle gleich reagieren. Es ist absolut unlogisch und nicht nachvollziehbar, warum ein Programm auf der einen Seite so funktionieren soll und auf der anderen Seite so. Das ist Quatsch, unlogisch. Technik, gerade Computertechnik, reagiert linear und nicht unglaublich dynamisch und komplex an dieser Stelle.

Die Fehleranalyse blieb dann immer noch auf meiner Seite. Das heißt, ich konnte zwar verschiedene Dateien immer wieder der KI hochgeben, ließ die analysieren und durchschauen, ob da irgendwelche Klammern fehlen – was immer so mein Liebling ist: Entweder fehlen Klammern, es fehlt ein Semikolon oder es fehlt irgendein Kürzel, was dazu führt, dass der Code einfach nicht mehr ausführbar ist. Aber daran lag es schlussendlich dann doch nicht. Die Hysterie und die Euphorie der KI an der einen oder anderen Stelle fingen dann irgendwann an zu nerven. Ich schrieb ihr schließlich: „Bitte lass das Euphorische dann doch mal sein, weil so ganz funktioniert es dann eben doch nicht. Lass uns erst euphorisch sein, wenn es funktioniert.“ Irgendwann schrieb die KI: „Ich verwette meinen digitalen Hintern darauf, dass es jetzt funktioniert, wenn wir das und das ändern.“ Ich schrieb dann nur zurück, dass der Hintern der KI jetzt mir gehört, denn funktioniert hatte es nicht.

Des Rätsels banale Lösung: Joomla MFA

Was also war der massive Unterschied zwischen der einen Installation und der anderen? Ganz einfach: Ich hatte die Multi-Faktor-Authentisierung (MFA) eingeschaltet bei Joomla. Das führte dann dazu, dass die Anfrage zwar an das Backend geliefert wurde, aber das Backend immer sagte, dass keine Authentisierung erfolgt ist, und damit der Zugriff verweigert wird. Ein ganz banales Thema. Das hat mich drei Stunden meines Lebens gekostet! Ein Ein- und Ausschalter der MFA führte dazu, dass es dann doch funktioniert.

Zwar soll im nächsten Ausbauschritt eben Passkey und MFA mit unterstützt und eingearbeitet werden, aber an dieser Stelle war es eben noch nicht integriert. Schöner Mist, na ja. Aber zum Glück war der Fehler schnell gefunden – was heißt schnell? Nach drei oder vier Stunden kann man nicht wirklich von schnell sprechen, aber wenn ich dann überlege, welche Schritte man in der Komplexität hätte früher durchgehen müssen, kann man dann doch schon wieder von schnell sprechen.

Ein altbekanntes Entwickler-Leiden

Aber das kenne ich eben auch noch aus dem früheren Leben heraus, ohne KI. Da hast du auch irgendwas entwickelt und probiert, und irgendwo hattest du dann eben doch noch die Probleme, dass es nicht gleich auf Anhieb funktioniert. Da erinnere ich mich eben noch mal an den Spruch von einem Entwickler, den ich mal gelesen hatte. Da stand dann ganz lapidar: „Du entwickelst den Code und bist dir 100% sicher, dass es funktioniert, und es funktioniert nicht. Dann entwickelst du den Code, wo du 100% sicher bist, das kann nicht funktionieren, und du hast keine Ahnung, warum es funktioniert.“ Na ja, mit einem lachenden und einem weinenden Auge ist dann eben diese Phase der PWA-Entwicklung erfolgreich abgeschlossen.

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