Herausforderung VFR: Wenn der Flugsimulator mich an meine Grenzen bringt

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Ein Airbus A320neo fliegt bei klarem Wetter über einer bergigen Küstenlandschaft in Richtung Landebahn.
KI-generiert

Da bin ich ganz locker flockig in Kairo losgeflogen, habe den Pyramiden Tschüss gesagt und bin in Richtung Toulon gestartet. Zeit hatte ich drei Stunden, also sollte das kein Thema sein. Flieger gestartet, ab über die Wolken und die Zeit genossen. Den Funkverkehr auf Automatik geschaltet und sozusagen dem First Officer die Aufgabe übertragen, den Funk mit Beyond ATC abzuhalten. Das lief auch alles soweit erst mal ganz gut, bis die Flugverkehrskontrolle irgendwann meinte: „Du machst das eigentlich ganz gut, geh mal bitte auf Flight Level 190 und dann bitte VFR-Anflug auf Toulon.“

Überfordert vom unerwarteten VFR-Wechsel

Ich hatte auf meine Karte geguckt und gesehen, dass Toulon gar nicht mehr so weit entfernt war. Ich war etwas überrascht und in dem Moment gnadenlos überfordert. Wie komme ich denn jetzt da runter? Kann ich einfach so ein neues Flight Level beantragen? Ich hatte versucht, krampfhaft über Beyond ATC ein neues Flight Level zu beantragen, aber irgendwie hatte mich der Funk der Lotsen nicht ganz verstanden. Dann hatte ich die KI gefragt, auf welches Flight Level ich denn runter müsste oder wie das überhaupt läuft. Die KI meinte ganz locker flockig zu mir: „Ja, Bürschchen, das musst du jetzt alles selber machen, da du ja eine VFR-Freigabe hast, um auf dem Flugplatz zu landen.“

Planung versus Realität im Cockpit

Irgendwann wurde ich auf den Tower nach Toulon überstellt, hatte aber immer noch eine Flughöhe von 16.000 Fuß – viel zu hoch, um in eine Platzrunde einzudrehen. Während ich das hier schreibe, muss ich immer noch schmunzeln. Tja, so ist das. Ein ILS-Anflug war geplant: ganz locker flockig, Top of Descent, einmal den Knopf gedrückt und ab, rauschen wir nach unten, zuschauen, wie die Maschine sich langsam abfängt, rein in den Approach, dann in den Endanflug, um dann irgendwann ganz sportlich zu übernehmen, großkotzig den roten Knopf am Joystick zu drücken und das Ding ganz langsam zu landen. Das wäre die Idee gewesen.

Daraus wurde erst mal gar nichts. Die Zeit lief mir davon, und da ich mir eine Uhrzeit gestellt hatte, wann ich ins Bett wollte, hatte ich nicht unbedingt Lust, großartige Runden zu drehen. Zumal Beyond ATC aus meiner Sicht überfordert ist, wenn man sagt: „Okay, du, tut mir leid, ich bin zwar hier Kapitän eines A320neo, aber ich habe gerade null Plan, was ich machen muss.“ Ich verfolge einfach mal, was ich da mache, gehe noch mal auf Kurs und versuche krampfhaft, diesen Flieger zu landen. Na ja.

Lerneffekte aus dem Anflug-Chaos

Im Nachhinein hatte ich einen Tag später mit der KI erarbeitet, was man eigentlich alles in die MCDU eingibt, wenn man einen VFR-Anflug auf einem Flughafen macht. Keine Ahnung. Ich hätte einen provisorischen Endanflug per VFR machen können, indem ich trotzdem auf ILS gehe; das wäre eine Variante gewesen, um so zu tun, als wäre das ein VFR-Anflug. Aber nein, das ging nicht, denn auf der Bahn 23 in Toulon gibt es kein ILS, weil dahinter das Gebirge ist. ILS gibt es nur für die 05.

Natürlich hätte man den ATC fragen können: „Du sag mal, kann ich auf die 05 reingehen? Denn auf die 23 habe ich gerade nicht so richtig Lust.“ Aber ach, ich war in dem Moment doch überfordert und musste im Nachhinein schmunzeln. Ja, auch diesen Bereich muss ich eben noch lernen. Interessanterweise fällt es mir leichter, den Instrumentenflug durchzuziehen als einen normalen, händischen Flug. Ziemlich interessant.

Manuelles Fliegen im Flugsimulator

Dazu fehlt mir momentan einfach die Zeit, mich tiefer in den absolut manuellen Flug mit einem Airbus bzw. einer kleinen Cessna einzuarbeiten. Platzrunden mal richtig erklärt – das fehlt mir beim Flugsimulator immer noch, muss ich ganz ehrlich sagen. Die Ausbildung dafür ist relativ trivial. „Fliegen Sie mal eine Platzrunde“ – wo genau man da langfliegen muss, wie das aussehen muss und welche Theorie dahintersteckt, wird irgendwie nicht erklärt. Aber zum Glück gibt es dazu ja jetzt jede Menge YouTube-Videos.

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