Kostenfalle Google API: Wenn der eigene Code zum Geldfresser wird

3 Min. Lesezeit
Abstrakte Darstellung einer überlasteten digitalen Infrastruktur mit glühenden Datenströmen.
KI-generiert

Karwumm, da knallen die Kosten plötzlich durch die Decke! Ich sitze vor meinem Dashboard und traue meinen Augen nicht: Mein API-Guthaben, das eigentlich für zwei bis drei Monate reichen sollte, ist innerhalb eines einzigen Tages komplett verbraten. Mein erster Gedanke? Der Klassiker: Irgendeine Schnarchnase hat sich in mein System gehackt und verballert jetzt meinen API-Schlüssel für ihre eigenen Zwecke. Na toll, herzlichen Glückwunsch.

Nach der ersten Schrecksekunde habe ich dann doch mal genauer hingeschaut. Antigravity angeschmissen, tief durchgeatmet und – na ja, sagen wir mal so: Ich hätte mir am liebsten selbst an den Kopf gefasst. Der Übeltäter war natürlich ich selbst. Was für eine brillante Programmierung!

Ein Bug mit teuren Folgen

Was war passiert? Ich hatte eine Routine, die einen längeren Text mit etwa 3000 Wörtern immer wieder an Google geschickt hat, in der Hoffnung, dass das System etwas daraus macht. Das Ganze lief über einen Cronjob, der diesen Vorgang im Minutentakt wiederholte.

So viel zum Thema Künstliche Intelligenz. Man könnte ja meinen, eine echte Intelligenz würde irgendwann mal sagen: „Alter, den Text habe ich jetzt schon dreimal bearbeitet, das Ergebnis ist jedes Mal dasselbe – such dir mal ein neues Hobby.“ Aber nein, die KI verhält sich da eher wie ein moderner Kaufmann: Kunde ist König. Wenn du fünfmal hintereinander in den Laden kommst, um dieselben Schuhe zu kaufen, dann verkauft sie dir der Verkäufer eben fünfmal. Scheißegal, ob du die auf die Müllhalde wirfst oder gar nicht brauchst. Du kaufst, ich liefere. Und so hat mein Skript Google brav gefüttert und Google hat ebenso brav abgeliefert. Rechnung inklusive.

Fazit: Erst testen, dann scharf schalten

Der Fehler war schnell gefunden, der Cronjob erst einmal deaktiviert. Ein kleiner Bug mit absolut gravierenden Folgen. Im Eifer des Gefechts war ich wohl etwas zu voreilig: Mit wehenden Fahnen nach vorne, das Ganze direkt auf drei Webseiten gleichzeitig scharf geschaltet.

Mein Charakterfehler mal wieder. Anstatt in Ruhe zu testen, habe ich direkt am lebenden Objekt operiert und dabei Google mit Anfragen befeuert, für die die API artig genickt und abgerechnet hat. Nun ja, ich bin um einen weiteren Erfahrungsschatz reicher und werde mir hinter die Fahne schreiben: Langsam machen. Erst in Ruhe testen, alles auf Herz und Nieren prüfen und dann – und wirklich erst dann – live gehen. Das nächste Mal bin ich schlauer.

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