Die PWA-Odyssee: Wenn die KI beim Programmieren den Nerv verliert
Endlich geschafft – die PWA ist fertig, oder zumindest nach aktuellem Stand. Ich habe einen 3.000-Wörter-Artikel verfasst, einen klassischen Pillar-Artikel. Die anderen Beiträge sind die entsprechenden Cluster-Artikel, die den Entwicklungsprozess dokumentieren – so sieht es jedenfalls die Theorie vor. Einmal Speichern geklickt, kurz den Dämpfer kassiert: PWA stürzt ab, nichts funktioniert, wie es sollte. Sensationell. Ich dachte mir, es wird nur ein kleiner Fehler sein. Also schnell die KI aus dem Schlaf geholt und drüberschauen lassen. „Kein Problem, erledige ich sofort“, hieß es. Dieses Spielchen haben wir ungefähr achtmal wiederholt, bis ich kurz davor war, den Laptop aus dem Fenster zu werfen.
Irgendwann reichte es mir: „Stopp! Entweder du prüfst das ganze Ding jetzt einmal richtig durch, damit es läuft, oder… ja, was eigentlich?“ Löschen geht nicht, kündigen geht auch nicht. Diese Abhängigkeit ist schon nervig. Ich war drauf und dran zu drohen, den Account zu kündigen, aber irgendwie hat es dann doch funktioniert. Es folgten immer wieder die gleichen Versprechen: „Ach, Mensch, klopf mal auf die Stirn. Ha, was bin ich doch doof, das war doch logisch.“ Da frage ich mich: Wenn du eine künstliche Intelligenz bist, warum vergisst du dann bei einer Routine einfach mal so drei Buchstaben? Das wirkt fast schon wieder sehr menschlich. Vielleicht sollten wir bei der „künstlichen Intelligenz“ das „Intelligenz“ weglassen, wenn wir etwas Sinnvolles erreichen wollen. Wenn die KI so menschlich agiert wie momentan, brauchen wir keine KI – dann können wir gleich Assistenten einstellen.
Nachdem ich mich beruhigt hatte, fragte ich: „Welches Modell können wir anschmeißen, das wirklich intelligent ist und nicht nur schnell Code hinrotzt?“ Wir entschieden uns für Opus. Das Ding rechnete deutlich länger – und plötzlich stieg die Hoffnung. Warum? Weil es lange rechnet? Eine seltsame Korrelation, aber sie beruhigt. Während ich auf den drehenden Kreisel starrte, hoffte ich auf die Lösung. Das Problem war, dass die PWA zwar meine Texte aufnahm und zum Server schickte, aber die Datenübermittlung zur KI bei Artikeln mit 3.000 Wörtern in 30 Sekunden nicht zu bewältigen war. Wenn der Onkel dazu noch ein Bild, SEO-Texte, Meta-Description, Tags und eine saubere interne Verlinkung will, muss man der KI eben Zeit geben.
Wie gesagt, so getan. Ich habe per Cron-Job jede Minute nachgefragt: „Bist du soweit?“ Kein Mensch würde sich so oft bei der Arbeit stören lassen, aber zum Glück ist alles virtuell. Das Problem: Der Cron-Job hat nur 30 Sekunden Zeit. Wenn die KI gähnend langsam reagiert, ist das Zeitfenster vorbei. Fehler 500 – oder war es 480? Egal, irgendein Fehler. Wenn die PWA dann noch meldet „Request und Output 200, alles grün“, möchte man nur noch schreien. „Beweg deinen Hintern! Ich bezahle für dich.“ Dann der nächste Schlag: „Ihr Kontingent ist aufgebraucht, kommen Sie morgen wieder.“ Eine geile Nummer. Das wünschte ich mir im Job auch mal: „Tut mir leid, mein Kontingent für heute ist weg, kommen Sie morgen wieder.“
Also zurück zum Standardmodell. Mit der Geduld eines Engels – oder eher der Verzweiflung eines Website-Betreibers – hieß es irgendwann: „Ich habe es geschafft.“ Spoiler: Hat es nicht. Also wieder ran. Wann? Irgendwann zwischen dem Hausbau. Laptop auf die Baustelle gestellt, zwischendurch mal geschaut, wie weit die kleine Maus ist. Gerechnet, gerechnet – und auf einmal: Wow, es geht! Drei Tage warten, Nerven blank, Resilienztraining der Extraklasse. Ganz ohne Fehlermeldung geht es natürlich nie, den Dauerbetrieb hat das System noch nicht bestanden. Warum das so schwierig ist? Ich halte mich zurück, schließlich programmiere ich das Ding nicht selbst. Aber die Odyssee geht weiter. So geil die ersten 90 % der PWA-Entwicklung waren – die letzten 10 % kosten mich garantiert noch die restlichen grauen Haare. Warten wir ab, bis Joomla 6 oder 7 kommt und mir wieder alles um die Ohren fliegt.