Lohnt sich ein E-Roller als Zweitfahrzeug?
Ich war heute mal wieder an der Tankstelle und habe fast einen Herzinfarkt bekommen. Einmal volltanken, 180 Euro weg. Da kommst du schon ins Grübeln. Natürlich hätte ich gerne ein E-Auto, aber für meine Ansprüche beziehungsweise für das, was ich machen möchte, gibt es momentan einfach nicht das passende Fahrzeug. Ich brauche eines, mit dem ich auch meinen Wohnwagen schleppen kann. Da kann man noch so schöne Autos haben – die gibt es aktuell einfach nicht. Fahrzeuge, die einen Wohnwagen zuverlässig ziehen und zu allem Überfluss auch noch sechs Sitzplätze haben. Tja, so ist das nun mal. Einen Tod muss man sterben, aber die Zeit arbeitet für mich, von daher ist das überhaupt kein Thema.
Zukunftspläne und die E-Roller-Idee
In fünf Jahren, so meine Kalkulation, wird es bestimmt mal einen Bus geben, der als E-Bus auch entsprechende Hänger ziehen kann. Als Übergangslösung kam mir dann die Idee: Warum eigentlich nicht einen E-Roller kaufen? Zum Beispiel den „Angry Hawk“ von Trinity Electric Vehicles, 4000 Watt, 80 km/h. Ich wollte schon eine Probefahrt vereinbaren, aber Moment, Stopp. Bevor wir schon wieder loslegen, wild herumrennen und eine große Investition tätigen, sollte man vielleicht mal durchrechnen, was man mit dem Roller eigentlich spart. Klar, den Diesel. Aber bei meiner täglichen Strecke komme ich auf eine Ersparnis von ungefähr 500 Euro pro Jahr. Das klingt erst mal heftig, bedeutet aber immer noch sechs, wenn nicht sogar sieben Jahre Amortisationszeit, um die Kosten für den Roller wieder reinzuholen.
Wirtschaftlichkeit und Alltagseinsatz
Nimmt man dann noch die Schutzkleidung und den Helm dazu, ist die Amortisationszeit für das ganze Thema doch recht lang. Leider Gottes gibt es da noch die Kurzstrecke für den Diesel, die ist zwar tödlich für den Dieselpartikelfilter, und wenn der repariert werden muss, wäre davon locker so ein E-Roller drin. Machen wir uns nichts vor. Aber die Frage ist dann eben, wie intensiv man den Roller selbst nutzen könnte. Nutze ich ihn nur für die Arbeit, habe ich Amortisationszeiten von sieben Jahren. Nutze ich ihn dann für andere Strecken auch noch – zum Beispiel zum Einkaufen oder für kleinere Besorgungen –, dann bin ich locker bei drei bis vier Jahren. Gute Frage, nächste Frage.
PV-Anlage und offene Fragen
Wir überlegen mal weiter. Ganz außer Acht lassen möchte ich den Roller dann doch nicht. Ach, da kommt ja noch eine Idee: Was ist, wenn ich selbst eine PV-Anlage habe und den Roller darüber lade? Tja, leider verbraucht das Ding so wenig Strom, dass die Ersparnis kaum ins Gewicht fällt. Drei, vier Monate Amortisationszeit könnte man da noch rausholen, leider ist das jetzt nicht so viel. Was aber spannend ist, wäre die Frage, was eine THG-Quote ist. Das müsste man eigentlich mal klären und sich anschauen. Auf der anderen Seite sieht das Ding richtig fetzig aus. Es macht auf jeden Fall Laune, sich das Ganze anzuschauen. Modern ist das Teil, schauen wir mal.
Vielleicht findet der E-Roller ja doch den Weg zu mir nach Hause. Irgendwann – das muss man ja auch mal ganz ehrlich sagen – ist mein Sohnemann auch so weit, dass er mit so einem Teil fahren möchte. Geht das dann überhaupt? Spannende Frage. Kann man den dann auf 45 km/h drosseln? Gute Frage, nächste Frage.