Ordnung auf der Baustelle: Warum Sauberkeit den Baufortschritt rettet

3 Min. Lesezeit
Ein aufgeräumter Arbeitsbereich auf einer Baustelle mit sauber sortierten Werkzeugen in einem Regal.
KI-generiert

Was viele unterschätzen und viel zu wenig durchziehen, ist das Thema Ordnung auf der Baustelle. Ich wurde schon ausgelacht, weil ich einen Staubsauger auf der Baustelle habe. Aber ganz ehrlich, bei so viel Staub und Dreck möchte ich zwischendurch einfach sauber machen. Ich kann jedem nur raten, der selber baut oder saniert, das Ganze strategisch aufzubauen: Immer einen kleinen Bauabschnitt raussuchen, diesen konsequent zu Ende führen, sodass man wirklich einen Haken dran machen kann. Um Gottes Willen nicht verschiedene Baustellen gleichzeitig aufreißen, auch wenn man bestimmte Dinge logischerweise zusammenfassen muss.

Zeitfresser Baustelle: Warum Aufräumen kein Luxus ist

Es gilt, ein gewisses Zeitmanagement auf der Baustelle zu haben. Unterschätzen darf man bei weitem nicht die Zeit, die fürs Saubermachen draufgeht. Wenn man sich ein Projekt vornimmt, wie zum Beispiel eine Trennwand einzusetzen, muss man die entsprechenden Werkzeuge vorsehen, die Wand setzen und so weiter. Aber am Ende muss man aufräumen. Einfach zum nächsten Projekt rübergehen und die Werkzeuge mitschleifen, das kann ich niemandem empfehlen. Früher haben wir gesagt: Der Bau frisst die Werkzeuge. Irgendwann sind die im ganzen Haus verstreut. Und bei einem Einfamilienhaus kann das richtig groß werden. Wir reden hier nicht von einem Raum, sondern von einem ganzen Haus.

Systematische Werkzeugorganisation

Ich empfehle, verschiedene Sortiersysteme zu nutzen. Von Engelbert Strauss gibt es da Einiges – wer zu viel Geld hat, kann da ordentlich investieren. Aber auch ein selbstgebautes Regal oder Möglichkeiten, Werkzeuge zentral abzulegen, sind Gold wert. Wenn mehrere Leute auf der Baustelle arbeiten, sollte man alle schulen und immer wieder darauf hinweisen, dass Werkzeuge am Ende des Tages zurück ins Regal gehören. Denn das habe ich oft genug hinter mir: Man sucht irgendein spezielles Werkzeug, und wenn es nicht zurückgelegt wurde, sucht man sich einen Wolf. Das letzte, was man auf der Baustelle hat, ist Zeit.

Der Wert der Rüstzeit und der Überblick

Die Zeit rennt einfach dahin, Wahnsinn. Da ist man am Basteln – hier ein bisschen, dort ein bisschen – und auf einmal: Peng, die Zeit ist weg. Dann wundern sich die Leute, warum sie Ewigkeiten sanieren. Es braucht nun mal alles seine Zeit. Ich bin gespannt, wie viele Hörbücher ich auf der Baustelle gehört haben werde, bis ich einziehe. Und die spannende Frage ist, wie viele ich danach noch hören werde, wenn ich eingezogen bin und immer noch nicht fertig bin, weil es dann an die Außensanierung geht.

Das Saubermachen gehört dazu. Auch wenn es am Ende des Tages eine halbe Stunde ist: durchkehren, Werkzeuge wegräumen, alles zentral sortieren. Wenn man zwischendurch – so wie ich – Zwangspause machen muss, weil es arbeitstechnisch oder familiär nicht anders geht, kommt man zurück und überlegt: Was muss ich als Nächstes machen? Wo sind die Werkzeuge? Das ist grausam, macht keinen Spaß und verbraucht massiv Zeit als Rüstzeit, um den Krempel wieder zusammenzusuchen. Also, mein Rat summarum: Aufräumen und die Zeit dafür einplanen. Lieber einmal zu viel aufgeräumt und die Sachen wiederfinden, als zu wenig aufgeräumt und sinnlos suchen, wo welches Werkzeug liegen könnte. Das macht beim besten Willen keinen Spaß.

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