Schreiben
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Themenwelten ist so etwas wie das Herzstück dieser Seite. Hier sammle ich alles, was mich beschäftigt, interessiert oder inspiriert – quer durch alle Lebensbereiche. Es geht ums Schreiben, um Alltagsthemen, Technik, Kreativität, persönliche Gedanken und manchmal auch um Dinge, die einfach keinen festen Platz brauchen, um wichtig zu sein.
Die einzelnen Beiträge findest du sortiert in den Unterkategorien – eine kleine Landkarte durch alles, was hier im Laufe der Zeit entstanden ist. Schau dich gern um. Vielleicht ist ja auch etwas für dich dabei.
Es gibt Menschen, die einen irgendwie begleiten. Menschen, die einen Einfluss auf unser Leben haben, ohne dass sie es vielleicht selbst wissen. Menschen, die Weichen stellen oder Erinnerungen prägen. Manche sind Helden der Kindheit. Andere begegnen uns immer wieder im Laufe unseres Lebens.
Wer bei John Grisham nur an spannende Gerichtssäle denkt, wird überrascht: Das Original zeigt den Bestsellerautor von einer ganz anderen, literarischen Seite. Warum ich das Buch inzwischen jährlich lese und warum es mich immer wieder begeistert – eine Rezension mit Herzblut.
Der Roman Wellness hat mich wirklich nachhaltig beeindruckt. Es ist eines dieser Bücher, das nicht nur unterhält, sondern einen auch nach dem Lesen gedanklich noch lange begleitet.
Endlich mal wieder ein schöner Thriller oder Horrorfilm über einen weißen Hai! Im Wasser der Seine wurde auf Netflix sogar als inoffizieller Nachfolger von Der weiße Hai angekündigt – zumindest suggeriert das die Filmbeschreibung.
Doch kann der französische Hai-Horror wirklich überzeugen? Spoiler: Nein. Aber er unterhält – unfreiwillig.
Es ist kein Geheimnis, dass ich Bücher liebe. Schließlich versuche ich mich auch selbst daran, Bücher zu schreiben. Was wäre es doch für eine traurige Welt, wenn es keine Bücher geben würde?
Ach, ist das traurig. Da ist das Buch auch schon wieder vorbei. Kai Rademacher, Roger Blanc – „Bedrohliche Alpilles“. 17 Stunden und ein bisschen Hörbuch, das war schon wieder ein echter Genuss gewesen.
Oliver Siebeck wieder auf höchstem Niveau. Sensationell. Vielen Dank an Herrn Siebeck für diese fantastische Interpretation des Buches. Das macht immer wieder Spaß.
Ich kann gar nicht genug davon bekommen. Ich freue mich jetzt schon wieder auf den Mai 2027, wenn dann Band 14 erscheinen wird. Und auch die Bitte an Kai Rademacher: Bitte nicht nachlassen. Machen Sie weiter. Cold Cases sind sensationell. Damit kann man doch unglaublich viel machen. Gerade historische Fragmente lassen sich dadurch wunderbar in die Krimireihe einbauen.
Aber nun zum aktuellen Band. Spoilern werde ich in diesem Artikel nicht. Wer das Buch lesen möchte, soll es lesen. Und jeder, der Provence-Krimis mag, sollte sich die Bücher von Cay Rademacher unbedingt anschauen.
Ich habe die Hörbuchversion gehört. Was für ein blödsinniger Satz – kann man eine Hörbuchversion überhaupt lesen? Naja, lassen wir das. Es geht einfach darum, dass ich auf meiner aktuellen Baustelle ein Hörbuch nach dem anderen verschlinge. Monotone Tätigkeiten und dazu ein gutes Hörbuch, damit der Geist auch etwas zu tun hat. Mit den Händen im Dreck wühlen und geistig Urlaub machen – das war mehr oder minder auch das Ziel. Und genau das hat dieses Hörbuch wieder wunderbar geschafft.
Zwar werden diesmal weniger kulinarische Klischees bedient als in den vorherigen Büchern. Das war ja sonst immer etwas paradox gewesen. Du stehst auf der Baustelle und Roger Blanc sitzt mit seinem Team irgendwo in einem kleinen Restaurant und bestellt einen Aperitif nach dem anderen. Diesmal hat Cay Rademacher – oder ich habe es einfach nicht so bewusst wahrgenommen – die kulinarischen Beschreibungen etwas zurückgenommen. Nicht schlimm. Tut dem Buch keinen Abbruch. Vielleicht ist das auch einfach eine Entwicklung innerhalb der Reihe. Ob das Absicht ist, weiß ich nicht. Jedenfalls hörte sich das Buch richtig gut weg.
Am Anfang war ich allerdings kurz entsetzt gewesen. Sollte Rademacher tatsächlich die beiden anderen Hauptprotagonisten Fabienne und Marius aus dem Buch herausgeschrieben haben? Nach einem Jahr Wartezeit plötzlich zwei Figuren weniger? Dazu wurde Chef Nicolo Fabreguettes befördert – zwei goldene Sternchen. Damit wird auch Roger Blanc wieder stärker aus dem Schatten herausgehoben und kann sich erneut etablieren, so wie es Staatsanwältin Aveline Vialaron-Allègre entsprechend formuliert.
Das zumindest darf man spoilern: Der Korruptionsermittler Roger Blanc darf sich wieder offiziell an die Front stellen.
Es war ein schöner Fall – insofern man Mord und Totschlag überhaupt als schön bezeichnen darf. Nach der anfänglichen Ernüchterung, dass Roger Blanc zunächst alleine ermittelt hatte, kam dann doch wieder die Freude auf, dass die anderen Figuren weiterhin mit dabei sind. Marius vielleicht nicht ganz so, wie man es sich vorgestellt hätte, aber vielleicht entwickelt sich das noch weiter. So funktioniert es jedenfalls auch.
Leider sind 17 Stunden und ein bisschen einfach zu wenig, um lange genug in der Provence zu bleiben. Zwei Tage hat es gedauert, das Hörbuch durchzuhören. Zwei Tage Baustelle und geistig in der Provence unterwegs. Vielen Dank dafür.
Fünf Sterne für dieses Buch.
Warum fünf Sterne? Das ist leicht erklärt. Rademacher schafft es erneut, die Provence nach Hause zu holen. Landschaftlich taucht man immer wieder komplett ein. Außerdem ist die Geschichte richtig gut aufgebaut. Man kann dem Plot sehr gut folgen. Wahrscheinlich funktioniert das beim Lesen sogar noch besser, weil man die Namen direkt vor sich sieht. Das geht mir zumindest so.
Das eine oder andere Mal vergesse ich dann doch: Wer war denn jetzt noch mal wer? Da sind sehr viele Menschen in diesem Buch dabei. Aber genau das macht die Geschichte eben auch lebendig. Von meiner Seite aus ist es ein absolutes Hörerlebnis. Ich gebe drei Daumen hoch – wenn man sie denn hätte.
Nun endlich ist die Nachricht da: Der dreizehnte Fall von Roger Blanc aus der Spiegel-Bestsellerreihe von Kai Rademacher kommt. Was bin ich froh. Ich hatte ja schon Bedenken, dass das neue Buch gar nicht erscheinen wird, aber es kommt – und zwar bald.
Ich bin schon ganz fiebrig. Laut den aktuellen Daten sind es 555 geballte Seiten mit der Provence und Côte d'Azur.
Möchte man schwer davon ausgehen, dass das ähnlich gut wird wie die zwölf Bände davor? Wahnsinn – das sind mittlerweile schon zwölf Bände, und jeder einzelne spiegelt diese besondere Qualität wider. Gerade diese Mischung aus Krimi und dem Versetzen in die französische Provence ist einfach stark.
Salon de Provence. Wobei – ein echtes Provinznest ist es ja nicht.
Laut ersten Beschreibungen werden wir wohl von der Gard-Region ins benachbarte Salon-de-Provence versetzt. Warum? Weil Roger Blanc dort Cold Cases lüften soll. Schauen wir mal, was das wird.
Angeblich muss er einen Mord aufklären, der vor sechs Jahren stattgefunden hat. Laut Amazon wurde damals eine Familie in ihrem Auto auf einem entlegenen Parkplatz in den Alpilles ausgelöscht. Meine Güte – ob man so etwas in einer Rezension wirklich so drastisch beschreiben muss?
Auf jeden Fall freue ich mich, dass Roger Blanc pünktlich zum Sommer erscheint und wir dann endlich wieder in diese besondere Atmosphäre der Provence eintauchen können.
Sensationell.
Ich bin wirklich ganz fiebrig und freue mich darauf. Vielen lieben Dank, Kai Rademacher, dass Sie es auch dieses Mal wieder geschafft haben, einen neuen Roger-Blanc-Band zu schreiben.
Wir sind gespannt, was uns erwartet. Meine Vorbestellung ist auf jeden Fall schon mal raus.
Endlich mal wieder ein John Grisham. Gelesen von Charles Brauer. Ich bin ziemlich gespannt, wie „Das Vermächtnis“ werden wird. Das geht schon mal gut los. Endlich mal wieder ein Anwaltsroman von John Grisham. Den kennt irgendwie jeder wegen „Die Firma“ oder „Der Klient“. Aber seine aktuellen Bücher sind gefühlt etwas untergegangen, obwohl er nach wie vor eine große Fangemeinde hat. Zu Recht, wie ich finde.
Charles Brauer kann diese Bücher einfach genial vortragen. Er ist einer meiner Lieblingssprecher. Ich hatte schon gedacht, dass er bedingt durch sein Alter vielleicht irgendwann keine Hörbücher mehr lesen wird. Aber ich glaube, solche Menschen hören einfach nicht auf – und das ist auch gut so.
Zumindest klingt das aktuelle Buch wieder richtig gut. Ich weiß gar nicht mehr, welches Hörbuch das gewesen ist, bei dem die Stimme von Charles Brauer etwas bedächtiger wirkte. Da hatte ich schon gedacht: Meine Güte, jetzt merkt man ihm das Alter an. Aber weit gefehlt. Das neue Buch „Das Vermächtnis“ klingt wieder ganz nach dem alten Charles Brauer. Vielleicht war es damals auch nur eine Phase oder es lag an der Regie, der Technik oder woran auch immer.
In jedem Fall klingt dieses Hörbuch wieder wie früher und ich genieße es gerade total. Wo die Story hingehen wird, weiß ich noch nicht, aber besser unterhalten kann man auf der Baustelle eigentlich kaum werden. Ich finde, dieses Buch wird wahrscheinlich auch in meine Reihe der zehn besten Hörbücher aufgenommen, die man auf der Baustelle hören kann.
Muss sowas jeder lesen? Wahrscheinlich nicht. Hat mir die KI nicht sogar mal empfohlen, lieber andere Inhalte zu schreiben, weil normale Buchrezensionen heute angeblich keinen mehr interessieren? Mag sein. Trotzdem möchte ich genau solche Dinge schreiben. Das gehört für mich einfach dazu, weil ich meine Webseite wachsen lassen möchte und weil genau solche kleinen persönlichen Beiträge eben auch renewetzel.de ausmachen.
Die richtige Rezension wird also noch kommen. Aber ich freue mich jetzt schon darauf. Über 17 Stunden Hörbuch – sensationell. Das hört man nicht mal eben an einem Bautag weg. Drei Tage werden es mit Sicherheit werden, eher mehr. Und wenn Pause ist, dann ist Pause. Dann gibt es auch kein Hörbuch.
Also mache ich jetzt weiter mit Charles Brauer, John Grisham und „Das Vermächtnis“.
Ich hatte mir ja schon einmal Gedanken darüber gemacht, ob es überhaupt noch Sinn macht, eine eigene Website zu betreiben. Macht das überhaupt Sinn? Selbst zu schreiben und dort Beiträge zu veröffentlichen?
Machen wir uns nichts vor: Das Internet ist voll mit Webseiten. Das Internet ist voll mit generischem Zeug, das gerade aufgebaut wird. Ich glaube, seit 2021 oder 2022 gibt es dafür sogar einen Begriff: Slop.
Mit diesem Begriff wird beschrieben, dass das Internet momentan mit KI-generierten Inhalten überflutet wird. Nicht nur Bücher werden mit KI geschrieben, sondern auch Beitragstexte, Bilder, Videos und alles Mögliche andere. Damit werden die sozialen Medien regelrecht überschwemmt. Teilweise können die Leute das gar nicht mehr auseinanderhalten. Hat Angela Merkel jetzt genau das gesagt, was dort behauptet wird? Hat Friedrich Merz wirklich acht Wochen Sommerferien beschlossen? Dieses Zeug geht teilweise ungefiltert viral.
Irgendwann kommen die Leute dann doch dahinter und fragen nach. Irgendeiner wird skeptisch und sagt: „Das kann doch gar nicht sein.“ Erst dann wird geprüft. Erst dann wird nachgeschaut. „Ach schau mal, das ist ja gar nicht real.“ Diese Fakes werden immer mehr.
Ich weiß gar nicht mehr genau, wann das war, aber ich hatte von einer Autorin gehört, die angeblich pro Woche ein Buch veröffentlicht. Selbst als Leser müsste ich doch irgendwann aufmerksam werden, dass das gar nicht funktionieren kann.
Wenn mein geliebter Autor Kai Rademacher mit seiner Roger-Blanc-Reihe pro Jahr einen Band veröffentlicht, dann ist das für mich zwar zu wenig – er dürfte gerne mehr liefern –, aber irgendwo wirkt es noch realistisch. Man hat zumindest das Gefühl, dass dort wirklich Arbeit, Zeit und Persönlichkeit hineinfließen.
Wenn ich dagegen jede Woche einen neuen Roman derselben Autorin sehe, müsste ich doch irgendwann merken, dass das unmöglich ist. Die Frau kann doch gar nicht jede Woche ein komplettes Buch schreiben, lektorieren lassen und veröffentlichen. Irgendwann stellt sich dann heraus: Mist, das ist ja alles KI-generiert. Und plötzlich brechen die Umsätze ein.
Wahnsinn.
Die Leute wollen also tatsächlich Bücher von echten Autoren lesen. Das beruhigt mich schon einmal.
Dementsprechend werde ich auch weitermachen. Zwar habe ich aktuell erst ein Buch veröffentlicht, aber ich möchte weiter an den anderen Büchern arbeiten. Während ich versuche, meine ganzen Baustellen unter einen Hut zu bekommen, will ich nebenbei eben auch weiter Beiträge veröffentlichen.
Ob das irgendjemand liest, sei erst einmal dahingestellt. Denn primär geht es um etwas, das schon Katharina Lewald gesagt hatte: Man muss auch veröffentlichen.
Dieser Akt des Veröffentlichens ist wichtig. Es ist wichtig, dass du nicht nur schreibst, sondern auch für Leser schreibst. Das hier soll ja irgendwann irgendjemand lesen.
Ich bin mir bewusst, dass nicht jeder Artikel auf meiner Website ein Volltreffer sein wird. Ob Google gleich eine gesamte Website abstraft, wenn dort auch Feuilletonartikel, Kommentare oder Gedankensplitter erscheinen, weiß ich nicht.
Aber genau das möchte ich auf meiner Website eben auch haben. Auf der einen Seite Fachartikel, auf der anderen Seite Gedanken zur Gesellschaft, Kommentare und persönliche Beobachtungen. Auch diese Dinge möchte ich loswerden und schriftlich festhalten – selbst wenn sie vielleicht kaum jemand liest.
Ich schreibe ja nicht primär für Google, sondern für Leser. Vielleicht interessiert irgendjemanden genau dieser Artikel besonders.
Natürlich muss man solche Texte erst einmal finden. Aktuell ist es ja so, dass ich etwas veröffentliche und erst einmal wenig passiert. Einfach, weil kein richtiges Marketing dahintersteht. Marketing im Sinne von Sichtbarkeit – nicht im Sinne von Fake News.
Ich glaube allerdings, dass dieser ganze Slop, diese Flut aus KI-generierten Medien, auch einen positiven Effekt haben könnte. Die Menschen besinnen sich vielleicht wieder stärker auf persönliche Gespräche. Davon gehe ich zumindest aus.
Wenn du ins Netz schaust und dort nur noch künstlichen Müll siehst, dann möchtest du irgendwann vielleicht wieder mit einem echten Menschen sprechen. Du möchtest wissen, was Menschen wirklich denken und fühlen.
Im Fernsehen hatten wir schließlich auch schon immer Unterhaltung, die eher auf Ablenkung als auf Tiefgang setzt. Bauer sucht Frau, Der Bachelor oder andere Formate, die für mich persönlich wenig Mehrwert haben. Ich möchte mich dabei moralisch gar nicht über andere stellen. Jeder darf schauen, was er möchte.
Aber ich glaube, solche Formate schaut man meistens nicht, weil man intellektuell gefordert werden möchte. Man schaut sie, um abzuschalten. Das läuft nebenbei.
Ich persönlich könnte das nicht. Für mich wäre es Zeitverschwendung. Aber ich bin eben auch nur ein Schreiberling. Wer bin ich schon, das abschließend zu beurteilen?
Trotzdem finde ich die Frage spannend: Schaut die sogenannte Bildungselite solche Formate wirklich weniger? Oder ist das am Ende auch nur ein Klischee?
Woher kommt eigentlich noch einmal der Spruch: „Wer alle erreichen will, muss den Sinn weglassen“?
Genau das sehe ich oft bei Trash-TV. Aber die Menschen schauen es eben trotzdem bewusst. Genauso schauen sie sich auch KI-generierte Inhalte bewusst an und lachen darüber. Sie wissen, dass der Inhalt künstlich erzeugt wurde. Sie lassen sich schließlich auch von Alexa einen Witz erzählen. Meistens sind die nicht besonders gut, aber irgendwie trotzdem unterhaltsam.
Erschreckend finde ich diese Entwicklung ehrlich gesagt nicht. In zwanzig, dreißig oder vierzig Jahren werden wir wahrscheinlich über den heutigen Stand der KI lachen.
Vielleicht haben wir irgendwann tatsächlich menschenähnliche Maschinen zu Hause stehen – eine Art C-3PO. Als Star-Wars-Fan hätte ich persönlich kein Problem damit, mich mit einer Maschine zu unterhalten.
Ich glaube ohnehin, dass wir irgendwann bei einer Mischung landen werden: Brot und Spiele. Unterhaltung gab es schließlich schon immer. Die Römer hatten das Kolosseum. In den Neunzigern kamen RTL, ProSieben und Sat.1. Heute haben wir eben KI-generierte Inhalte.
Vielleicht wollen Menschen manchmal einfach nur Zeit herumbringen.
Für mich persönlich wäre das allerdings zu wenig. Für mich stiftet das keinen echten Sinn. Aber für andere mag genau das passen.
Damit sind wir wieder bei der Ausgangsfrage angekommen: Lohnt sich Schreiben heute überhaupt noch?
Ich sehe das aus meiner eigenen Perspektive heraus. Ich möchte Bücher von Kai Rademacher lesen. Ich möchte Martin Suter lesen. Ich möchte Stephen King lesen. Ich möchte ihre individuellen Stimmen lesen und wissen, dass dort ein echter Mensch dahintersteht.
Deshalb bin ich auch bereit, einen Euro fünfzig mehr dafür zu bezahlen. Die Menschen sollen schließlich auch von ihrer Arbeit leben können.
Warten wir also ab, wohin die Reise geht.
Sterben werden soziale Medien sicher nicht. Aber vielleicht verändern sie sich. Vielleicht wird es irgendwann wirklich zwei Ströme geben: einen allgemeinen Stream voller Trends, viraler Inhalte und Unterhaltung – und einen zweiten Stream mit Beiträgen von Freunden, Menschen, denen man wirklich folgt, und Dingen, die persönlich relevant sind.
Vielleicht wird die Direktnachricht irgendwann sogar wieder wichtiger.
Warten wir es ab.
Nachdem ich mich nach langem Ringen nun endlich dazu durchgewunden habe, auch den BE-Führerschein zu machen – also gleich den „richtigen“ statt nur den B96, der in den Fahrschulen immer wieder gern diskutiert wird –, stellt sich natürlich auch die Frage: Könnte ich eventuell ein paar Kilogramm bei meinem Wohnwagen draufpacken? Das ist aktuell die Situation:
Bisher ging das ganz gut, weil ich mit meiner kleinen Limousine und meinem 1,3-Tonnen-Hobby-Wohnwagen keine großartigen Probleme hatte. Ich blieb gemäß den Vorschriften genau unter den 3,5 Tonnen und konnte so also Zugfahrzeug und Anhänger ganz normal bewegen.
Das war also überhaupt kein Problem. Aber da mein geliebter Mercedes die Hufe hochgemacht hatte und Öl im Kühlkreislauf war und die Reparaturkosten – auch für die Klimaanlage und was weiß ich nicht alles – dermaßen in die Höhe gegangen wären, habe ich mich entschieden, entsprechend aufzurüsten und ein anderes Auto zu holen. Es sollte endlich ein Traum erfüllt werden: ein Bus. Aber – und jetzt kommt es:
Der Bus alleine hat ja schon eine Gesamtmasse von 2.830 kg. Zusammen mit den 1,3 Tonnen vom Wohnwagen würde ich über die Grenze des normalen B-Führerscheins kommen. Was habe ich also gemacht?
Also stand die Frage im Raum: B96 oder BE-Führerschein? Ich habe mich entschieden, direkt den BE zu machen, nachdem ich mit den Fahrschulen diskutiert habe. Das Paradoxe an der Situation ist ja, dass man beim B96 keine Prüfung macht, aber viele Theoriestunden hat, und beim BE-Führerschein keine Theoriestunden, aber eine Prüfung. Na ja, sei es drum – das wäre sicherlich an anderer Stelle noch einmal diskussionswürdig. Mir geht es hier um etwas anderes.
Was mache ich jetzt mit dem Wohnwagen? Der Wohnwagen selbst ist über 30 Jahre alt, mit 1,3 Tonnen zugelassen und damit immer wieder knapp an der Grenze. Aber immerhin vollkommen Top in Schuss.
Nachdem ich mir die Achse angeschaut hatte, waren 1,5 Tonnen möglich. 1.350 kg stehen drauf, mögliche Gesamtmasse 1.500 kg. Also technisch würde die Achse das schon einmal aushalten.
Warum möchte ich das überhaupt machen? Der Grund ist relativ einfach: Wenn ich den Wohnwagen etwas besser beladen kann – sprich mit Bettwäsche, dem ganzen Bettzeug für sechs Leute wohlgemerkt und dem einen oder anderen technischen Extra, wie einem Mover –, dann brauche ich mir um diese zusätzlichen 50 kg keine Gedanken machen. Denn am Ende des Tages handelt es sich eher um gefühlte 100 bis 150 kg, die ich gerne mehr im Wohnwagen unterbringen würde.
Um mehr geht es gar nicht. Denn am Ende des Tages soll es ja noch Camping sein und kein Umzug! Eine Doppelachse mit voller Ausstattung brauche ich nicht. Wir haben nur das Notwendigste drin, aber das Baby hat eben seine 6,5 Meter, hat sechs Betten und eine relativ schmale Küche. Aber unter dem Strich kommt eben doch einiges zusammen.
Und wenn man dann noch ein Vorzelt mit in den Anhänger legt, dann kommt da schon Gewicht zusammen. Ich möchte es einfach so machen, dass ich den Wohnwagen gut auslaste, dass er sein entsprechendes Gewicht hat. Und was ich gerne machen möchte, ist, ein kleines Extra anzubauen – nämlich einen Mover. Und mit dem Mover zusammen würde ich locker über die 1.300 kg kommen. Und das ist dann schon ein bisschen grenzwertig.
Alles andere wäre aus meiner Sicht einfach zu viel. Man fährt schließlich Camping und nicht in den Umzug – auch wenn es in den Sommerurlaub geht.
Das Tolle ist nun, dass diese Frage nicht nur von mir gestellt wird, sondern von Tausenden anderen Leuten, die mit dem Wohnwagen unterwegs sind und sich fragen: Kann man den Wohnwagen eigentlich auflasten? Denn genau so heißt das ja, wenn man ihn mit höherem Gewicht fahren möchte.
Dazu muss die Achse passen, dazu muss die Auflaufbremse passen, das gesamte Gestell und die Karosserie des Wohnwagens müssen dazu passen. Ansonsten geht das Ganze nach hinten los. Sicherheit hat oberste Priorität.
Wie wird das nun geprüft?
Hobby hat die ganzen Wohnwagen, die sie hergestellt haben, irgendwo im System – hoffentlich auch meinen über 30 Jahre alten. Zumindest gibt es die Website her.
Nach kurzem Googeln nach „Hobby Wohnwagen Auflastung Service“ landet man direkt auf einer Seite, auf der man nur seine Daten eingeben muss, unter anderem auch die Fahrgestellnummer. Man kann dann seinen Wunsch in einem kleinen Textfeld formulieren und das Ganze an Hobby nach Fockbek schicken.
Und nun heißt es warten. Ich bin gespannt, wie die Rückmeldung ausfällt. Irgendwie werde ich mich schon arrangieren. Im Zweifelsfall gibt es eben keinen Mover. Schön wäre es natürlich, aber warten wir es einfach ab.
Auf jeden Fall ist allein das Vorgehen – einfach auf die Website zu gehen und die Daten einzugeben – wirklich stark. Das nenne ich mal Kundenservice. Genau deswegen freue ich mich, dass ich meinen Hobby-Wohnwagen habe. Schön, dass es so etwas in der heutigen Zeit noch gibt.
Ich schreibe leidenschaftlich gerne (sonst gäbe es auch diesen Blog nicht). Daher sammle ich an dieser Stelle alle möglichen Informationen, die mit dem Schreiben zu tun haben. Wie entwickle ich selbst Texte? Wie schreibt man am Besten? Welche Tools gibt es? Und, und, und ... ;-)
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Manchmal sind es kleine Beobachtungen, manchmal große Fragen – aber immer ehrlich gemeint: In der Kategorie Gedankensplitter teile ich persönliche Eindrücke, Kommentare und Meinungen zu Themen, die mir im Alltag begegnen. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit, aber mit dem Wunsch, neue Perspektiven zu öffnen.
Vielleicht findest du dich in dem einen oder anderen Text wieder. Vielleicht regt er zum Widerspruch an. In jedem Fall: Willkommen zum Mitdenken.




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