Warum beim Abdichten von Rohrleitungen Qualität entscheidend ist
Man kann sich entscheiden: Entweder man macht die Sachen doppelt oder man macht es gleich richtig. So zum Beispiel beim Verlegen von Wasserrohren. Wasserspiele haben wir dazu auf der Baustelle immer gesagt – wir machen Wasserspiele. Dass die Wasserspiele nicht wirklich lustig sind, wenn man alles wieder abbauen und noch mal neu aufbauen muss, dürfte klar sein. Schön wäre es, wenn man Wasser- und Heizungsrohre so verlegt, dass sie auch halten. Dicht sind, meine ich damit logischerweise. Die Dichtigkeitsprüfung muss sichergestellt sein. Dass nicht alles beim ersten Mal funktionieren kann, ist auch klar. Dass ich kein Fachhandwerker bin, steht auf einem anderen Blatt. Okay, ich gebe mich geschlagen. Aber bei bestimmten technischen Details muss man nicht zwingend Fachhandwerker sein; das technische Verständnis muss einfach da sein.
Erfahrungen mit Dichtungsmaterialien
Mit Hanf habe ich beim Abdichten von Gewinden bis jetzt nicht so gerne gearbeitet, dafür lieber mit Teflonband oder Loctite.

Zum Teflonband habe ich immer lieber gegriffen, weil es vom Gefühl her günstiger war als das Loctite. Aber ich habe festgestellt, dass das Loctite gerade bei großen Gewinden vorne liegt. Ich weiß nicht warum. Vom Gefühl her kann man das Loctite nehmen, wickelt damit die Gewinde ein, schraubt das Ding fest und es ist fester als mit dem Teflonband. Ob das technisch so stimmt, weiß ich nicht. Aber eins steht fest: Die Arbeit, eine Rohrleitung wieder auseinanderzunehmen, den ganzen Druck abzulassen und alles neu aufzubauen – gerade wenn wir von einem Speicher sprechen – ist dann doch, sagen wir mal, etwas ätzend.
Die versteckten Kosten beim Heimwerken
Besonders, wenn man, wie ich, das Los hat, plötzlich vollkommen im Nassen zu stehen, weil man vergessen hat, dass da noch Druck drauf ist. Das sind Momente auf der Baustelle, über die man herzhaft lachen kann. Ist nun mal so. Aber dann sage ich mir wieder: Hättest du mal den Euro fünfzig mehr ausgegeben und wärst nicht so knauserig gewesen, hättest du es gleich mit Loctite eingewickelt, dann wäre es dicht gewesen. Meine Empfehlung steht klar für das Loctite: einmal benutzt, einmal dicht, fertig. Natürlich muss man es richtig anwenden, aber wie gesagt: Wer billig kauft, kauft zweimal. Die Kosten sind hier nicht nur Materialkosten, es geht auch um Personalkosten und Arbeitszeit.
Warum Geiz oft teuer zu stehen kommt
Wenn ich das hochrechne: Die Aktion des Neueinbindens des Rückschlagventils – wir sprechen von vier Gewinden und einer Dichtung am Speicher – hat mich locker zweieinhalb Stunden gekostet. Zweieinhalb Stunden mal einem Stundensatz von 90 Euro sind zum Schluss 180 Euro, ganz grob überschlagen. Die muss man dann an Personalkosten wieder investieren. Das macht irgendwie keinen Sinn, dürfte klar sein. Was heißt das unterm Strich? Lieber noch mal einen Euro fünfzig mehr ausgeben, als bei 180 Euro noch mal anzufangen, nicht wahr? Also, immer daran denken: Wer billig kauft, kauft zweimal.